Studie: Digitale Transformation

02. February 2017

Wie Informations- und Kommunikationstechnologie etablierte Branchen grundlegend verändern

Wie Informations- und Kommunikationstechnologie etablierte Branchen grundlegend verändern

Ein gemeinsames Forschungsprojekt der fortiss GmbH zusammen mit der Siemens AG, der Fakultät für Betriebswirtschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München und dem Deutschen Dialog Institut zeigt auf, wie das Eindringen von Informations- und Kommunikationtechnologie (IKT) zu einem disruptiven Wandel in den etablierten Industriedomänen führt. Neben der Ursachenanalyse liefern die Wissenschaftler konkrete Hinweise, wie Unternehmen dieser disruptiven digitalen Transformation begegnen und von dieser profitieren können.

Die voranschreitende Durchdringung mit IKT führt zu erheblichen Veränderungen in Unternehmen der Automobil-, Maschinenbau- und Logistikbranche. Anhand von 199 international geführten Interviews stellten die Forscher diese drei Schlüsselbranchen im Vergleich gegenüber. Auf Basis der Interviews wurden bei der ganzheitlichen, systemischen Betrachtung der digitalen Transformation die treibenden Kräfte unter Berücksichtigung der Wechselbeziehungen und Abhängigkeiten zwischen Technologie, Geschäftsmodellen, Unternehmensstrategie und Organisationskultur identifiziert und übergreifende Trends aufgezeigt.

Die Studie zeigt deutlich, wie neue, digitale Geschäftsmodelle mehr und mehr an Bedeutung gewinnen. Zu erwarten ist, dass die Digitalisierung inzwischen zunehmend auch etablierte und klassisch-industriell geprägte Wertschöpfungsstrukturen infrage stellt. Die Chancen für die Industrie liegen dabei im Zusammenwachsen der Technologiegebiete Mechanik, Elektronik und Informationstechnik. Die dabei entstehenden frei programmierbaren Komponenten sind die wesentliche Voraussetzung dafür, dass moderne Wertschöpfungsketten über Branchengrenzen hinweg verbunden werden können.

Im Gegensatz zu klassischen Produkten entstehen vermehrt Produkt-Service-Systeme, in denen insbesondere die Kundenschnittstelle eine strategische und ökonomische Schlüsselposition in den sich neu entwickelnden Ökosystemen einnimmt. Die darin angebotenen digitalen Produkte und Dienstleistungen bieten zudem neuartige Möglichkeiten zur Monetarisierung über den gesamten Lebenszyklus. Allerdings erfordert die Ausnutzung dieser Potenziale oftmals auch eine strategische und organisatorische Neuausrichtung, die bei historisch gewachsenen und etablierten Unternehmen teils hohe  Innovationsbereitschaft verlangt. Vor diesem Hintergrund liefert die Studie konkrete Empfehlungen für Forschung, Wirtschaft und Politik, um den Herausforderungen des IKT induzierten Wandels zu begegnen.

Bei dem Forschungsprojekt handelt es sich um ein vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördertes Gemeinschaftsprojekt des Forschungs-und Transferinstituts fortiss GmbH, der Siemens AG, der Fakultät für Betriebswirtschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München und des Deutschen Dialog Instituts.

Die Studie und ein Executive Summary sind in deutscher und englischer Sprache unter www.fortiss.org/forschung/projekte/digitale_transformation/ in elektronischer Form erhältlich.

 

Weitere Informationen zum Forschungsergebnis erhalten Sie bei:

fortiss GmbH
Herr Dr. Markus Duchon
Tel. 089-3603522-30
E-Mail: duchon(at)fortiss.org

Auszüge der Studie sind auf Anfrage veröffentlichbar.

Become Part of Our Team

Current job offers for researchers and students can be found here.

TecDay 13. / 14. October 2015

Multicore - The challenge in avionics