PMWT

Performance Management Work Tools (PMWT) - Entwicklung von Werkzeugen zur Unterstützung des Performance Managements von Informationssystemen

Projektbeschreibung

Die Abhängigkeit von Informationssystemen nimmt in allen Lebensbereichen und im Bereich der kritischen Infrastrukturen zu. Die nicht-funktionalen Eigenschaften der Informationssysteme müssen daher wachsenden Anforderungen genügen. Eine wesentliche nicht-funktionale Eigenschaft wird oft als „Performance“, im Sinne von Antwortzeit, Ressourcenverbrauch und Durchsatz, beschrieben. Als wesentlicher Faktor entscheidet die Performance oft über die Akzeptanz neuer Informationssysteme. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Performance über den gesamten Systemlebenszyklus (Entwicklung, Betrieb und Optimierung) hinweg zu steuern. Die Koordination und Durchführung aller Aktivitäten (=Work), die zur Erreichung der erforderlichen Performance notwendig sind, wird dabei als Performance Management Work bezeichnet.

Um die Performance von Informationssystemen über die unterschiedlichen Lebenszyklusphasen hinweg sicherzustellen, ist es erforderlich einheitliche Metriken zu definieren, mit denen die Systemperformance beschreiben werden kann. Erst auf Basis solcher Metriken können Optimierungspotentiale identifiziert und umgesetzte Maßnahmen evaluiert werden.

Zur Erhebung der Performance-Metriken können messbasierte Ansätze wie beispielsweise die Durchführung von Lasttests eingesetzt werden. Das Performance Management in frühen Phasen der Entwicklung kann durch modellbasierte Ansätze unterstützt werden. Diese basieren auf sogenannten Performance-Modellen, aus denen mithilfe von Simulationen Metriken abgeleitet werden können, um die zu erwartende Performance der Systeme frühzeitig zu analysieren.

Ziel dieses Forschungsprojekts ist daher zum einen die Definition von einheitlichen Performance-Metriken und zum anderen die Entwicklung von Werkzeugen, die das Erheben und die Auswertung solcher Metriken optimal unterstützen. Diese Werkzeuge sollen im gesamten Lebenszyklus eines Informationssystems nutzbar sein und dadurch das Performance Management optimal unterstützen.

Forschungsbeitrag

Der Forschungsbeitrag der Performance Management Work Tools umfasst mehrere Aspekte.

Zunächst müssen einzelne Teilaktivitäten von der Erhebung definierter Performance-Metriken bis hin zu deren Auswertung integriert werden. Die Integration der Teilaktivitäten aus Prozesssicht erfordert jedoch eine einheitliche Werkzeugunterstützung. Daher müssen existierende Techniken und Methoden zur Unterstützung des Performance Managements miteinander kombiniert werden, um eine lebenszyklusübergreifende Unterstützung zu ermöglichen. Zu nennen ist hierbei unter anderem die Integration von Last- und Performancetests mit der Performance-Modellierung und -Simulation.

Ein weiterer Aspekt der Forschung fokussiert die Notwendigkeit der Automatisierung von einzelnen Performance Management Aktivitäten. Speziell bei Ansätzen aus der Forschung, um das Performance Management von Informationssystemen zu unterstützen, ist der Aufwand diese einzusetzen oft größer als der erzielte Mehrwert. Zu nennen sind hierbei unter anderem Performance-Modelle, die sich bisher nicht in der Praxis durchgesetzt haben. Um die Verbreitung solcher Ansätze zu fördern und das Performance Management durchgängig zu unterstützen, werden im Rahmen des Projektes Werkzeuge zur automatischen Generierung von Performance-Modellen entwickelt.

Ein weiterer wichtiger Baustein der Forschung ist die Entwicklung einer Performance Wissensbasis und die Wissensgenerierung. Erhobene Performance-Metriken müssen abgespeichert, versioniert und bereinigt werden. Anschließend sollen dem Nutzer Methoden zur Verfügung gestellt werden (z.B. statistische Methoden, Data-Mining) die es ermöglichen, aus den Daten relevante Performance-Erkenntnisse zu extrahieren.

Ansprechpartner

TELEFON