CEBIT 2017

23. März 2017

Transaction Software (https://www.transaction.de/) stellt unter anderem eine flexible Architektur und Software zur Realisierung eines Smart Micro Grid Systems (SMG2.0) des Paxrtners fortiss (http://www.fortiss.org) vor. Die Software verwendet Transbase von Transaction als embedded Datenbank und dient der Automatisierung und Überwachung von Gebäuden, wobei die Einbindung von Energiespeicher und Produktionsanlagen einen energieoptimierten Betrieb eines Knotens innerhalb des Smart Grid ermöglicht. Das System ist beliebig erweiterbar und erlaubt neben der Anbindung weiterer Automatisierungstechnik und netzwerkfähiger Geräte auch die Integration komplexerer Anwendungen und Dienste. Insgesamt stellt das SMG2.0 System eine generische Monitoring- und Steuerungsplattform für IoT-Anwendungen dar. Der Demonstrator auf der CeBIT bezieht sich auf ein intelligentes Gebäude, in dem verschiedene Aktoren kontrolliert werden. Ein intelligentes Regelsystem verarbeitet Ereignisse, die von verschiedenen Sensoren bereitgestellt werden, und löst gewünschte Aktionen aus, beispielsweise einen Alarm. Damit verfügt die Software neben der modularen Erweiterbarkeit auch über flexible Funktionen, um die Automatisierung zu erhöhen.

Derzeit wird die Software bereits real in einem indischen Energieverteilungsnetz eingesetzt, um alle relevanten Daten für die Ausfallsicherheit zu überwachen. In diesem Anwendungsfall profitiert der Software-Stack von Selbstähnlichkeits-Aspekten und wird daher in verschiedenen Hierarchieebenen eingesetzt, um nicht nur Überwachungsfunktionen auszuführen, sondern auch Aggregation von energiebezogenen Daten sowie die Bereitstellung von höherwertigen Diensten, wie die Erkennung von kritischen Situationen (Unterspannung, Energiediebstahl) zusammen mit entsprechenden Reaktionen zu realisieren. Abgesehen von der Analyse der historischen Daten und der Visualisierung von Live-Daten kann auch die Topologie des Netzwerks durch die Steuerung z.B. von Schaltelementen auf Leitwartungsebene verändert werden. Dadurch ist das Gesamtsystem in der Lage sich im Falle von Fehlern, oder Überbeanspruchung in stabilere, aber degradierte Zustände zu versetzen und damit den Prozess der Selbstheilung zu unterstützen ohne den vollständigen Verlust von Leistungsfähigkeit oder Funktion.

Die Ähnlichkeitsaspekte von Knoten und der entsprechenden Softwarearchitektur wurden bereits früher in einem Projekt für virtuelle Kraftwerke angewendet, bei dem eine Teilmenge von selbstausgleichenden Steuereinheiten in Form von Aggregationsknoten eingeführt wurden, um die Gesamtleistung derart hochverteilter Systeme zu verbessern. Weitere Projekte konzentrieren sich auf kleine und mittlere Unternehmen mit dem Ziel, zusätzliche energiebezogene Dienstleistungen, wie Nachfragesteuerung oder sogar prädiktive Instandhaltung auf der Basis des Stromverbrauchs, zu ermöglichen.

Kontakt: Dr. Markus Duchon, duchon(at)fortiss.org

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TecDay 13. / 14. October 2015

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