ReApp

Wiederverwendbare Roboterapplikationen für flexible Roboteranlagen basierend auf ROS-Industrial

Projektbeschreibung

Robotiklösungen in der Produktion benötigen heute einen aufwendigen Kommissionierungsprozess. Daher können sie nur in der Massenfertigung wirtschaftlich eingesetzt werden. KMU stellen Produkte jedoch üblicherweise in sehr kleinen Losgrößen her, und auch für Großbetriebe ergibt sich aufgrund zunehmender Produktvariabilität die Notwendigkeit, den Produktionsprozess flexibler zu gestalten.

ReApp senkt die Schwelle für den Robotereinsatz, indem es das einfache Kombinieren und Anpassen von Softwarebausteinen mit standardisierten Schnittstellen ermöglicht. Dazu knüpft ReApp an die Plattform ROS-Industrial an, geht aber mit seiner modell- und cloudbasierten Umgebung weit darüber hinaus. Der ReApp Store bietet ein Web-Repository für ganze Industrieroboterapplikationen und Komponenten. Daraus bezogene Softwarebausteine enthalten semantische Beschreibungen, die der ReApp-Plattform ermöglichen, auf vielfältige Weise Unterstützung bei der Auswahl, Entwicklung und Inbetriebnahme von Lösungen zu bieten. Die verschiedenen Sichtweisen von Entwicklern, Integratoren und Anwendern werden berücksichtigt, und eine integrierte 3D-Simulation unterstützt den Systemtest.

Die Konzepte von ReApp werden in drei Szenarien aus der Automobil- und Elektronikindustrie erprobt. Die dabei umgesetzten Montage- und Kommissionierungsprozesse umfassen Aspekte der Zusammenarbeit von Mensch und Maschine ebenso wie schnelle Manipulationsvorgänge.

Forschungsbeitrag

Im Projekt ReApp nimmt fortiss eine zentrale Rolle bei Entwurf und Entwicklung der Engineering-Plattform ein. Hierzu zählen die Realisierung einer intuitiven grafischen Entwicklungsumgebung ebenso wie die Arbeit am zugehörigen Applikations-Metamodell. Aufgrund der Schnittstellenfunktion dieser Entwicklungsumgebung und ihres engen Bezugs zu den übrigen Elementen der ReApp-Plattform erstreckt sich das Aufgabenspektrum für fortiss auch auf Aspekte der Systemarchitektur und Anforderungsanalyse.

Darüber hinaus erarbeitet fortiss Konzepte zur Verbesserung der Echtzeitfähigkeiten der ReApp-Plattform und untersucht weitere Anknüpfungspunkte zur industriellen Automatisierungstechnik, nicht zuletzt rund um die Norm IEC 61499.

Partner

fluid Operations AG · www.fluidops.com

ISG - Industrielle Steuerungstechnik GmbH · www.isg-stuttgart.de

InSystems Automation GmbH · www.insystems.de

Ruhrbotics GmbH · www.ruhrbotics.de

SICK AG · www.sick.com

Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) · www.ipa.fraunhofer.de

Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie · www.fzi.de

KIT Karlsruher Institut für Technologie · www.kit.edu

Fischer IMF GmbH & Co. KG · www.fischer-imf.de

Bayerische Motoren Werke AG · www.bmwgroup.com

dresden elektronik ingenieurtechnik GmbH · www.dresden-elektronik.de

Förderung

ReApp wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Zuge des Programmes  „AUTONOMIK für Industrie 4.0“ gefördert.

www.bmwi.de
www.autonomik40.de

Ansprechpartner

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