S-CPS

Projektbeschreibung

Die Planung und Steuerung von Unternehmen wird bereits heute umfangreich durch Informationstechnik unterstützt. Die Datenströme aus so verschiedenen Bereichen wie der Produktionsplanung, Personaleinsatzplanung, Materialwirtschaft und Maschinenüberwachung verlaufen jedoch oft noch parallel und am operativ arbeitenden Menschen vorbei. Insbesondere die Instandhaltung ist häufig nur rudimentär in die Systeme der digitalen Ressourcenplanung und -steuerung eingebunden. Wichtige Informationen für die mobilen Mitarbeiter der Instandhaltung müssen daher aus verschiedenen IT-Systemen, aus Dokumenten-Archiven sowie durch persönliche Gespräche und Telefonate beschafft werden. Dies verursacht einen erheblichen Mehraufwand, erhöht Wege- und Wartezeiten und führt zu Fehlern.

Das Projekt S-CPS entwickelt ein sogenanntes Ressourcen-Cockpit, das für die Instandhaltung und Fernwartung relevante Datenströme der Produkte und Produktionsressourcen zusammenführt und dem mobilen Mitarbeiter - zum Beispiel auf einem Tablet - zur Verfügung stellt. Das Ressourcen-Cockpit erstellt automatisiert und dynamisch eine Übersicht der anstehenden Aufgaben, notwendigen und freien Ressourcen, Maschinenzustände und Termine und ist an verschiede Nutzerrollen anpassbar (z. B. Instandhalter, Disponent, Entscheider).

Forschungsbeitrag

Wissenschaftlich wird das beantragte Projekt einen Beitrag leisten, um das Forschungsgebiet der CPS mit Fragen der Mensch-Technik-Interaktion und Arbeitsforschung zu verbinden. Mit der gezielten Integration dieser Bereiche zu S-CPS wird eine Forschungsrichtung eröffnet, die mittel- und langfristig fruchtbare Ergebnisse erwarten lässt.

Das Teilvorhaben des Projektes S-CPS, das durch fortiss bearbeitet wird, entwickelt u. a. eine Referenzarchitektur. Mit Hilfe dieser Referenzarchitektur soll ein CPS entstehen, welches die Instandhaltung von Industrieanlagen effizient unterstützt. Diese Referenzarchitektur behandelt vor allem in der Industrie 4.0 wichtige Themen, wie die Intelligenzverteilung zwischen unterschiedlichsten Komponenten und die Folgen/Herausforderungen der Dezentralisierung eben jener. Durch die Erstellung dieser Referenzarchitektur ist es möglich einen offenen Standard in diesem Bereich zu etablieren, welcher dazu führt, dass Systeme in diesem Bereich die Anwenderwünsche besser erfüllen, einfacher zu implementieren sind und Kompatibilitäten zwischen diversen Implementierungen herstellt.

Partner

TU Chemnitz - Fachgebiet Arbeitswissenschaften https://www.tu-chemnitz.de/mb/ArbeitsWiss/

TU Chemnitz - Fachgebiet Fabrikplanung und Fabrikbetrieb https://www.tu-chemnitz.de/mb/FabrPlan/

Uni Erlangen - Fachgebiet Wirtschaftsinformatik http://wi1.uni-erlangen.de/

HHL http://www.hhl.de/en/home/

Universität Erlangen- Nürnberg - Fachgebiet Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik

http://www.faps.de/1/startseite/index.html

CLIC http://clicresearch.org/de/

BLU Energy http://www.blu-energy.com/

Continental AG https://www.conti-online.com/

AUDI http://www.audi.de/

XENON http://www.xenon-dresden.de/

Hiersemann http://www.hiersemann-chemnitz.de/

CBS AG http://www.cbs.ag/

 

Ansprechpartner

Andreas Reidt