Der Referenzarchitekturbegriff im Wandel der Zeit

Andreas Reidt, Matthias Pfaff und Helmut Krcmar

:1-14

August 2018 · DOI:10.1365/s40702-018-00448-8

Zusammenfassung

Architekturbegriffe spielen in der Wirtschaftsinformatik eine immer prominentere Rolle. Ein Beleg dafür ist der Begriff der Referenzarchitektur, welcher in einer stetig ansteigen Anzahl an Publikationen verwendet wird. Besonders im Kontext des Begriffs „Industrie 4.0“ und unternehmensübergreifenden Digitalisierungsbestrebungen wird der Begriff der Referenzarchitektur verstärkt verwendet, um auf eine gewisse Art der Standardisierung hinzuwirken und die Komplexität bei der Entwicklung von Systemen zu reduzieren. Jedoch ist die Verwendung des Begriffs und das Begriffsverständnis sehr heterogen, sodass der Vergleich, die Bewertung, eine Ableitung oder das Erstellen von Referenzarchitekturen sehr erschwert wird. Um solchen Herausforderung zu begegnen wird in diesem Beitrag das Begriffsverständnis von Referenzarchitekturen systematisiert, mit dem Ziel, eine einheitliche Grundlage für dessen Beschreibung und zum Vergleich von Referenzarchitekturen bereitzustellen. Hierzu werden geläufige Definitionen in Wissenschaft und Praxis dargelegt, diskutiert und an Hand der verfolgten Ziele sowie den Ausprägungen und Eigenschaften von Referenzarchitekturen systematisiert. Diese Systematik bildet dabei die Basis um auch zukünftige Begriffe und Eigenschaften im Kontext von Referenzarchitekturen einzuordnen bzw. zu klassifizieren.

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