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Architektur-Migrationskonzept: Architektur als Code für industrielle Software-Portfolios

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Die allgegenwärtige Integration von Informationstechnologie (IT) und Betriebstechnologie (OT) in modernen industriellen Systemen erfordert einen Wandel vom produktorientierten zum ganzheitlichen Architekturmanagement. Zu diesem Zweck haben fortiss und Endress+Hauser einen schlanken, praxisorientierten Ansatz entwickelt, der ein Architecture-as-Code-Modell aufbaut, um Software- und Systemarchitekturen über mehrere Produkte hinweg ganzheitlich zu verwalten. Diese Lösung hilft Endress+Hauser, kürzere Innovationszyklen zu erreichen, eine hohe Systemqualität aufrechtzuerhalten und langfristige Stabilität zu gewährleisten, indem sie einen transparenten Überblick über Produktinteraktionen bietet und Möglichkeiten zur Wiederverwendung und Vereinheitlichung identifiziert.

Projektbeschreibung

Die nahtlose Integration von OT- und IT-Infrastrukturen in Verbindung mit hochentwickelter Software führt zu komplexen Anwendungen, die sich über mehrere Komponenten und Produkte erstrecken. Diese umfassende Integration erfordert einen Paradigmenwechsel in der Art und Weise, wie wir Software- und Systemarchitekturen betrachten und verwalten. Herkömmliche Ansätze, die sich auf einzelne Produktgrenzen beschränken, reichen nicht mehr aus, um die Agilität, Qualität und langfristige Stabilität zu gewährleisten, die für nachhaltige Innovation und Wettbewerbsvorteile erforderlich sind. Ohne eine ganzheitliche Sichtweise riskieren Unternehmen eine fragmentierte Entwicklung, verlängerte Innovationszyklen und eine beeinträchtigte Systemintegrität.

Endress+Hauser und fortiss gehen diese kritische Herausforderung direkt an, und zwar durch ein Kooperationsprojekt, das sich auf integrierte Systemarchitektur und Portfoliomanagement konzentriert. Unsere Lösung bietet eine praxisorientierte, leichtgewichtige Technik, die für die effektive Verwaltung und Weiterentwicklung dieser komplexen, produktübergreifenden Architekturen entwickelt wurde.

Im Kern nutzt dieser Ansatz ein semantisch reichhaltiges Architecture-as-Code-Modell. Dieses Modell erfasst sowohl die funktionalen als auch die strukturellen Architekturen mehrerer softwareintensiver Systeme und ermöglicht so die Erstellung umfassender Portfolioarchitekturen. Auf diese Weise können wir übergreifende Funktionen visualisieren und verwalten, die durch eine Kombination mehrerer Produkte innerhalb eines „System-of-Systems”-Kontexts realisiert werden.

Auf der Grundlage der klar definierten Semantik dieser Modelle entwickeln wir Algorithmen zur automatischen Analyse, Verifizierung und Überprüfung der Portfolioarchitektur. Diese Fähigkeit schafft eine robuste Basis, die die Weiterentwicklung des hochintegrierten Software- und Systemportfolios erheblich unterstützen wird. Letztendlich wird dies zu folgenden Vorteilen beitragen

  • Neuartige Design-, Entwicklungs- und Managementprozesse
  • Kürzere Innovationszyklen
  • Aufrechterhaltung einer hohen Systemqualität
  • Aufrechterhaltung langfristiger Stabilität
  • Kontinuierliche Integration von Stakeholdern, Rollen und Organisationseinheiten in modernste Standardisierungs- und Wiederverwendungsprozesse

Forschungsbeitrag

Entwicklung eines strukturierten Architecture-as-Code-Ansatzes zur Beschreibung und Analyse der Portfolioarchitektur von Endress+Hauser.

  • Ganzheitliche Sicht auf die Portfolioarchitektur über alle Produkte hinweg
  • Transparenz der Wechselwirkungen zwischen Produkten, die komplexe verteilte Funktionen realisieren
  • Überblick über die Verteilung von Funktionen und Potenzialen für Vereinheitlichung und Wiederverwendung
  • Automatischer Bericht über funktionale Redundanzen zur Darstellung von Wiederverwendungs- und Vereinheitlichungspotenzialen

Projektdauer

01.04.2024 - 30.09.2025

Dr. Severin Kacianka

Ihr Kontakt

Dr. Severin Kacianka

+49 89 3603522 286
kacianka@fortiss.org

Projektpartner