fortiss Mittelstand

Gelungene Netzwerkveranstaltung: Digitalisierung braucht Vorbilder

Am Mittwoch vergangener Woche wurde auf der Netzwerkveranstaltung „Digitalisierung und Künstliche Intelligenz für den Mittelstand“ ein weiterer Baustein für ein innovatives Ökosystem und Netzwerk für die Künstliche Intelligenz (KI) in der Wissensregion Oberpfalz geschaffen. Der bereits bestehende dynamische Partnerverbund mit Vertretern aus Wirtschaft, Ausbildung und Forschung ist schon jetzt ein erfolgreiches Vorzeigemodell und soll in Zukunft Vorbild über die regionalen Grenzen hinaus für ganz Bayern sein.

Der Veranstalter, die LUCE Stiftung, setzte sich mit dem erfolgreichen Event u. a. zum Ziel, die Digitalisierung in der Region weiter voranzutreiben. Er setzt hierbei vor allem auf die moderne Aus- und Weiterbildung, auch in Zusammenarbeit mit fortiss als Forschungspartner. Der Vorstandsvorsitzende der LUCE Stiftung, Prof. Dr. Erich Bauer, hat in seinem Grußwort noch einmal deutlich unterstrichen, dass in der Wissensregion Oberpfalz ein Netzwerk regionaler Partner weiter ausgebaut werden soll, um den Erfahrungsaustausch im Bereich Digitalisierung und insbesondere zu Themen wie KI zu ermöglichen.


Der Mittelstand hat die besten Voraussetzungen für den Transformationsprozess

In den Räumen des Future Lab in Weiherhammer  hielt der Sprecher des Chaos Computer Clubs, Frank Rieger, anschließend eine einführende Keynote. Dabei hebt er hervor, dass der deutsche Mittelstand Kernkompetenzen besitzt, die sich in der Digitalisierung hervorragend einbringen lassen. Daher rät er diesem zum Experimentieren mit den neuen Technologien im klar definierten Rahmen, für den die Politik die entsprechenden Bedingungen, u.a. im Bereich Bildung und beim Aufbau eines nachhaltigen und dauerhaft verfügbaren Open Source Software Pools gewährleisten müsse.

An die interdisziplinäre Zusammenarbeit aller Beteiligten im Transformationsprozess appellierte auch Prof. Dr. Günter Schicker, Geschäftsführer der ISMO GmbH. Er sprach ein weiteres Mal den Ausbau eines für die Digitalisierung relevanten Netzwerks an. Für ihn liegt die Lösung im aktiven Anpacken und Mitgestalten von Innovationen, um vorn mit dabei zu sein, denn – so hielt er fest: „Die Transformation passiert, ob wir sie gut finden oder nicht, da werden wir als Unternehmen nicht gefragt. Die spannende Frage ist, wie wir damit umgehen.“


Konzentriertes Expertenwissen zum Bereich KI

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung vermittelten die Referenten in ihren Vorträgen umfangreiche Informationen und Empfehlungen zum Thema KI in der Theorie und erfolgreiche Beispiele aus der Praxis. Nachdem fortiss Geschäftsführer Dr. Harald Rueß das Forschungsinstitut mit seinen Kompetenzen und Angeboten kurz vorgestellt hatte, gab fortiss IIoT-Projektleiter Ben Schneider einen sehr anschaulichen und kompakten Einblick ins Thema Industrial Internet of Things (IIoT) und über dessen Einsatz in der digitalen Produktion. Dr. Julian Wörmann, stellvertretender Leiter des fortiss Kompetenzfelds Machine Learning, gab in einer weiteren Session eine kurze Einführung in die KI und deren Anwendungsfelder. Anschließend referierte er gemeinsam mit Philipp Gellert (CEO/Co-Founder CYNEFY GmbH) und Jozo Lagetar (CTO CYNEFY GmbH) über die Design-Thinking-Methode und wie man mit ihr gezielt zu einer KI-/Digitalisierungs-Roadmap im Unternehmen findet.

Außerdem waren mit dabei: Prof. Dr. Clemens Bulitta, Präsident der OTH Amberg Weiden, Prof. Dr. Wolfgang Weber, Leitung Grundsatzangelegenheiten und Hochschulentwicklung, die die Themen Aus- und Weiterbildung noch einmal in den Fokus rückten, sowie Dr. Jan Alpmann und Andreas Keilhacker, beide vom German Entrepreneurship Center. Sie stellten das europäische Projekt HumanE-AI vor, bei dem auch fortiss vertreten ist. Das Netzwerk aus Unternehmen und Forschung bietet hervorragende Möglichkeiten, die KI im Verbund zu maximieren. Den Abschlussvortrag präsentierten Mario Betz (Managing Director ISMO Business & Technology Services) und Thomas Dobat (Project Manager ISMO GmbH) mit einer Session über Prozessdigitalisierung und Workflowing.


Der persönliche Kontakt steht wieder im Mittelpunkt

Im Rahmen der Veranstaltung gab es im Anschluss an die Expertenvorträge dann ausreichend Gelegenheit, sich an den begleitenden Informationsständen kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen. Aus Gesprächen mit Teilnehmer*innen und Organisatoren geht hervor, dass man die Netzwerkveranstaltung als rundum gelungen betrachten kann, resümiert Dr. Wolfgang Köhler, Leiter fortiss Mittelstand: „Die äußerst positive Rückmeldung nehmen wir gerne als Anlass, gerade auch nach der langen pandemiebedingten Zwangspause, wieder mehr persönlich mit Mittelständlern in Kontakt zu treten und neue interessante Use Cases zu diskutieren.“

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